Ein persönlicher Kommentar von Claudia Feusi.
Kulturelle Aneignung ist ein heikler Begriff. Man greift sich nicht einfach heraus, was einem an einer anderen Kultur gerade gefällt, und erklärt es zum eigenen Accessoire.
Bei einer Sache wäre ich allerdings bereit, eine Ausnahme zu machen: beim politischen Rückgrat.
Denn davon könnten wir uns bei Kanada derzeit tatsächlich etwas abschauen.
Natürlich ist politischer Mut kein kulturelles Eigentum. Die Überschrift ist bewusst zugespitzt. Aber die Zuspitzung zwingt uns, auf etwas zu schauen, das in der europäischen und auch in der schweizerischen Diskussion schnell hinter Begriffen wie Pragmatismus, Schadensbegrenzung und Marktzugang verschwindet:
Wann ist ein Kompromiss noch vernünftig – und wann wird aus diplomatischer Beweglichkeit eine sehr tiefe Verbeugung?
Kanada sagt nicht Nein, weil es nichts zu verlieren hätte
Wer die jüngste kanadische Haltung gegenüber den USA nur als selbstbewusste Geste betrachtet, unterschätzt die wirtschaftliche Realität. Kanada ist von den Vereinigten Staaten ausserordentlich abhängig. 2025 gingen 71,7 Prozent der kanadischen Warenexporte in die USA. Ein Jahr zuvor waren es sogar 75,9 Prozent. Die beiden Volkswirtschaften sind zudem nicht bloss über klassische Lieferbeziehungen verbunden. Produktionsprozesse, Investitionen, Energieversorgung und Infrastruktur sind über Jahrzehnte ineinandergewachsen. Nach Angaben der kanadischen Regierung überquerten 2024 täglich Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 3,6 Milliarden kanadischen Dollar die Grenze. Viele Produkte entstehen nicht sauber auf der einen oder der anderen Seite. Sie sind das Ergebnis grenzüberschreitender Wertschöpfung. Das Machtverhältnis ist dennoch nicht symmetrisch. Kanada ist für die USA ein sehr wichtiger Handelspartner, aber die USA sind für Kanada wirtschaftlich von einer ganz anderen Grössenordnung. In den ersten sechs Monaten 2026 entfielen 12,6 Prozent des gesamten amerikanischen Warenhandels auf Kanada. Das ist bedeutend – aber weit entfernt von den rund 72 Prozent, die der US-Markt auf der kanadischen Exportseite ausmacht. Gerade deshalb ist die kanadische Haltung bemerkenswert:Kanada zeigt nicht Rückgrat, weil es wenig zu verlieren hat. Es zeigt Rückgrat, obwohl es sehr viel zu verlieren hat.
Kanada hat verhandelt – und trotzdem eine Grenze gezogen
Am 22. August 2026 erklärte Premierminister Mark Carney, warum Kanada die jüngsten Verhandlungen mit den USA abgebrochen hat. Seine Darstellung ist deutlich: Kanada habe intensiv, geduldig und pragmatisch verhandelt. Das Ziel sei nie ein Abkommen um jeden Preis gewesen, sondern ein Abkommen, auf das sich kanadische Unternehmen und Beschäftigte verlassen könnten. Kanada hatte nach Carneys Angaben durchaus substanzielle Kompromisse angeboten. Ottawa war bereit, verbleibende Gegenzölle auf Stahl, Aluminium und Fahrzeuge zurückzunehmen, sofern die USA ihre entsprechenden Zölle deutlich reduzieren würden. Die Provinzen sollten zur Rückkehr amerikanischer alkoholischer Getränke in die Verkaufsregale ermutigt werden. Auch administrative Massnahmen im Bereich der kanadischen Supply Management Policy waren im Gespräch, ohne das System selbst oder die bestehenden Quoten und Zölle preiszugeben. Das ist keine totale Verweigerung. Kanada hat verhandelt und mögliche Zugeständnisse definiert. Gleichzeitig legte die Regierung Grenzen fest: bei der kanadischen Souveränität, bei Schlüsselindustrien und beim Schutz der französischen Sprache und Kultur. Nach Carneys Darstellung brachten die USA zuletzt neue Bedingungen ein, die Kanada als wirtschaftlich nachteilig und unfair einstufte. Sie hätten zudem die Verlässlichkeit eines möglichen Abkommens infrage gestellt. Carney wählte dafür bereits zuvor ein bemerkenswertes Bild: Die amerikanische Unterschrift sei inzwischen „mit Bleistift geschrieben". Damit stellt Kanada tatsächlich jene Frage, die weit über diesen einzelnen Konflikt hinausgeht:Was ist ein Handelsabkommen wert, wenn seine Bedingungen, seine Begründung oder seine Rechtsgrundlage jederzeit neu geschrieben werden können?Das ist meine Zuspitzung, kein wörtliches Zitat der kanadischen Regierung. Inhaltlich entspricht sie aber der öffentlich erklärten kanadischen Sorge um Berechenbarkeit, Stabilität und die Verlässlichkeit eines möglichen Deals.
Auch die amerikanische Darstellung gehört zur Wahrheit
Wer fachlich sauber argumentieren will, darf sich nicht allein auf die Rede des kanadischen Premierministers stützen. Die US-Regierung begründet ihre neuen Massnahmen anders. Das Weisse Haus wirft Kanada eine Benachteiligung amerikanischer Produkte vor, insbesondere bei Fahrzeugen, alkoholischen Getränken und Milchprodukten. Gestützt auf Section 338 des Tariff Act von 1930 wurden zusätzliche Zölle von 50 Prozent auf ausgewählte kanadische Waren angeordnet. Sie gelten für die erfassten Waren auch dann, wenn diese die Ursprungsregeln des USMCA beziehungsweise CUSMA erfüllen. Die 50 Prozent treffen allerdings nicht pauschal sämtliche kanadischen Exporte. Energie, Kali, bereits von Section 232 erfasste Produkte und verschiedene weitere Waren sind von diesen konkreten Section-338-Massnahmen ausgenommen. Kanada widersetzt sich also keinem flächendeckenden 50-Prozent-Zoll auf seinen gesamten Export. Betroffen sind ausgewählte, wirtschaftlich und politisch bedeutende Produktgruppen. Die letzten konkreten Verhandlungsforderungen sind nicht vollständig öffentlich dokumentiert. Aussagen über amerikanische Forderungen beim Schutz der französischen Sprache und Kultur müssen deshalb korrekt als Darstellung der kanadischen Regierung gekennzeichnet werden. Die US-Regierung hat diese Verhandlungspunkte öffentlich nicht in vergleichbarer Detailtiefe offengelegt. Das ändert jedoch nichts an der belegbaren politischen Entscheidung: Kanada war zu Zugeständnissen bereit, beurteilte das zuletzt vorliegende Gesamtpaket aber als nicht mehr vorteilhaft und zog eine Grenze. Kanada hat inzwischen angekündigt, die amerikanischen Section-338-Zölle Dollar für Dollar zu spiegeln. Ab dem 8. September 2026 sollen zusätzliche Gegenzölle auf US-Waren im Wert von 27,6 Milliarden kanadischen Dollar greifen. In einzelnen Bereichen, insbesondere bei Stahl und Aluminium, werden bestehende kanadische Gegenzölle von 25 auf 50 Prozent erhöht. Damit bleibt es nicht bei politischer Rhetorik: Kanada ist bereit, seine angekündigte Grenze mit wirtschaftlichen Gegenmassnahmen zu unterlegen – obwohl diese auch im eigenen Land Preise erhöhen und Unternehmen belasten können.Rückgrat ist nicht kostenlos
Kanada trägt bereits reale wirtschaftliche Schäden. Nach einer Analyse der Bank of Canada stehen die unmittelbar von sektoriellen US-Zöllen betroffenen Branchen zwar nur für ungefähr ein Prozent der kanadischen Wirtschaftsleistung und Beschäftigung, aber für rund 15 Prozent der kanadischen Exporte. Die kanadischen Stahlexporte in die USA sind unter den hohen Zöllen ungefähr um die Hälfte gefallen. Die Holzexporte lagen im Februar 2026 rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt von 2024. Aluminiumexporte brachen zunächst ebenfalls um rund die Hälfte ein, bevor sie einen Teil der Verluste wieder aufholen konnten. Auch die kanadische Bevölkerung scheint die Konsequenzen nicht auszublenden. In einer unmittelbar nach dem Verhandlungsabbruch durchgeführten Erhebung des Angus Reid Institute hielten 76 Prozent den Abbruch für richtig. 69 Prozent sahen darin Stärke. Gleichzeitig sorgten sich 89 Prozent um steigende Preise und 38 Prozent der Erwerbstätigen um mögliche Folgen für den eigenen Arbeitsplatz. Gerade diese Kombination ist interessant: Zustimmung zum Widerstand und Sorge vor seinen Kosten existieren gleichzeitig.Rückgrat bedeutet offenbar nicht, dass man keine Angst vor den Folgen hat. Es bedeutet, dass die möglichen Folgen nicht automatisch jedes Nein ausschliessen.
Die Abhängigkeit ist ungleich – aber nicht einseitig
Die USA können Kanada wirtschaftlich stärker unter Druck setzen als umgekehrt. Daraus folgt jedoch nicht, dass Kanada keinen Hebel besitzt. Besonders deutlich wird das bei der Energie. Kanada ist der grösste ausländische Energielieferant der Vereinigten Staaten. Nach Angaben der US Energy Information Administration importierten die USA 2025 Energie im Wert von 111 Milliarden US-Dollar aus Kanada, während sie Energie im Wert von 26 Milliarden US-Dollar nach Kanada exportierten. Kanadisches Rohöl blieb 2025 die wichtigste Quelle amerikanischer Rohölimporte; im Jahr 2023 stammten rund 60 Prozent der US-Rohölimporte aus Kanada. Diese Abhängigkeit ist nicht beliebig kurzfristig ersetzbar. Pipelines, Raffinerien und regionale Versorgungsstrukturen sind aufeinander abgestimmt. Ähnliches gilt für Teile der Automobil-, Stahl-, Agrar- und sonstigen Industrieproduktion. Kanadas Position ist deshalb schwächer, aber nicht machtlos. Die Abhängigkeit ist makroökonomisch klar asymmetrisch und gleichzeitig in einzelnen Sektoren ausgesprochen gegenseitig. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn politische Widerstandskraft entsteht nicht nur aus wirtschaftlicher Grösse. Sie entsteht auch daraus, die eigenen Hebel zu kennen, Verwundbarkeiten ehrlich zu benennen und festzulegen, welche Interessen nicht bei jeder neuen Drohung erneut zur Disposition stehen.Und was bedeutet das für die Schweiz?
Ein direkter Vergleich wäre zu einfach. Die Schweiz ist nicht Kanada. Sie teilt keine fast 9'000 Kilometer lange Grenze mit den USA, liefert nicht täglich Millionen Barrel Rohöl über gemeinsame Pipelines und ist auch nicht Teil einer nordamerikanischen Produktions- und Sicherheitsarchitektur. Trotzdem lohnt sich der Blick nach Kanada. Nicht, weil die Schweiz kanadische Gegenzölle kopieren sollte, sondern weil sich an der schweizerisch-amerikanischen Zollgeschichte inzwischen dieselbe Grundfrage zeigt: Wie belastbar ist ein Ergebnis in einem System, in dem Instrumente und Rechtsgrundlagen laufend wechseln? Im August 2025 wurden Schweizer Waren mit einem sogenannten reziproken IEEPA-Zoll von 39 Prozent konfrontiert. Die im November 2025 veröffentlichte gemeinsame Absichtserklärung zwischen der Schweiz, Liechtenstein und den USA sah grundsätzlich einen Plafond nach dem Prinzip „höherer Wert aus Meistbegünstigungszoll oder 15 Prozent" vor. Das war im damaligen Umfeld eine reale und für viele Unternehmen wichtige Entlastung. Es wäre falsch, diesen Verhandlungserfolg im Nachhinein einfach kleinzureden. Es wäre aber ebenso falsch, die weitere Entwicklung auszublenden. Am 20. Februar 2026 entschied der US Supreme Court, dass der International Emergency Economic Powers Act, kurz IEEPA, den Präsidenten nicht zur Erhebung dieser Zölle ermächtigt. Die Rechtsgrundlage der 39 Prozent fiel damit weg. Das Verschwinden dieses Satzes war folglich nicht allein ein Ergebnis schweizerischer Verhandlungen. Danach endete die Geschichte nicht. Die US-Regierung beendete zwar die auf IEEPA gestützten Wertzölle, hielt aber ausdrücklich an anderen Zollinstrumenten fest. Es folgte zunächst ein zeitlich begrenzter Zuschlag von zehn Prozent nach Section 122. Nach dessen Ablauf wurde für Schweizer Waren ab dem 24. Juli 2026 grundsätzlich ein neues System nach Section 301 eingeführt: Der Meistbegünstigungszoll und der zusätzliche Section-301-Zoll ergeben zusammen in vielen Fällen 12,5 Prozent. Zahlreiche Produktgruppen sind ausgenommen. Für Waren unter sektoriellen Section-232-Massnahmen gelten wiederum eigene Regeln. Bei Pharma und Halbleitern sieht der schweizerisch-amerikanische Rahmen vor, dass Meistbegünstigungszoll und Section-232-Zoll zusammen 15 Prozent nicht überschreiten; daneben bestehen Produkt- und unternehmensspezifische Ausnahmen. Die Zahlen wurden also nicht bloss nach unten oder oben korrigiert. Die gesamte rechtliche Architektur verschob sich: von IEEPA zu Section 122, Section 301 und weiterhin Section 232. Section 338 wird derzeit gegen Kanada eingesetzt und zeigt, dass noch weitere Instrumente vorhanden sind. Die Schweiz verhandelt damit nicht einfach über einen einzigen Zollsatz. Sie verhandelt in einem beweglichen System aus unterschiedlichen Rechtsgrundlagen, Produktkategorien, Ausnahmen und politischen Begründungen. Genau deshalb genügt es nicht, einen aktuellen Prozentsatz als dauerhaften Erfolg zu präsentieren. Ein Verhandlungsergebnis kann im jeweiligen Moment wertvoll sein und trotzdem keine langfristige Sicherheit schaffen. Die interessantere Frage lautet deshalb:Was genau wurde abgesichert – ein Satz, eine Produktgruppe, eine Rechtsgrundlage oder tatsächlich eine belastbare wirtschaftliche Beziehung?
Nicht jeder Preis eines Ja steht im Zolltarif
Kanada behandelt Souveränität, Berechenbarkeit und politische Gestaltungsfreiheit nicht als sentimentale Nebensachen. Es rechnet sie in den Wert eines Abkommens ein. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis für die Schweiz und Europa. In Handelsverhandlungen konzentrieren wir uns verständlicherweise auf messbare Grössen: Zollhöhe, Marktzugang, Kontingente, Investitionen und Ausnahmen. Schwieriger zu messen ist, welchen Preis ein Land für ein Ja ausserhalb des Zolltarifs bezahlt:- Welche eigenen Regelungen werden aufgegeben?
- Welche Zusagen sind dauerhaft, welche nur politisch beabsichtigt?
- Welche Konzessionen lassen sich später kaum zurückholen?
- Was geschieht, wenn die Gegenseite ihre Begründung oder das Instrument wechselt?
- Ab welchem Punkt unterschreitet der Gesamtnutzen die Kosten eines Abkommens?
Der Preis für die Marke Amerika
Die amerikanische Strategie kann kurzfristig Zugeständnisse, Investitionszusagen und neue Marktzugänge hervorbringen. Gleichzeitig entsteht ein Preis, der in keiner Zollposition erscheint: der Verlust an Vertrauen. Zu behaupten, Amerika habe seine Marke bereits überall auf der Welt verloren, wäre zu pauschal. Die wirtschaftliche, technologische, militärische und kulturelle Macht der USA bleibt enorm. Amerikanische Unternehmen, Hochschulen, Technologien und Kulturprodukte besitzen weiterhin eine weltweite Anziehungskraft. Aber der Schaden an der „Brand America" ist inzwischen messbar. Das Pew Research Center befragte 2026 mehr als 42'000 Menschen in 36 Ländern. Im Median bewerteten nur noch 37 Prozent die USA positiv, 57 Prozent dagegen negativ. Besonders interessant für unser Thema: In Kanada bezeichneten 2022 noch 83 Prozent die USA als verlässlichen Partner. 2026 waren es nur noch 35 Prozent. Auch der Global Soft Power Index 2026 von Brand Finance zeigt ein differenziertes, aber deutliches Bild. Die USA blieben insgesamt auf Rang eins. Gleichzeitig verzeichneten sie den stärksten Rückgang aller 193 untersuchten Nationen. Besonders stark sanken Bewertungen bei Reputation, Vertrauen, guten Beziehungen zu anderen Staaten und der wahrgenommenen politischen Stabilität. Amerika hat seine Marke also nicht verloren. Aber es verbraucht einen Teil ihres über Jahrzehnte aufgebauten Vertrauenskapitals. Vielleicht ist das der strategische Fehler hinter einer Politik, die nahezu jede Beziehung als kurzfristige Transaktion behandelt: Man kann in einer einzelnen Verhandlung mehr herausholen und gleichzeitig dafür sorgen, dass Partner ihre Abhängigkeiten reduzieren, Alternativen aufbauen und künftige amerikanische Zusagen vorsichtiger bewerten.Ein Land kann einen Deal gewinnen und dabei seine Marke beschädigen.
Eine Form der Aneignung, die ich vertreten könnte
Wir können die kanadische Position für mutig halten. Wir können sie auch für riskant halten. Vermutlich ist sie beides. Kanada ist kein romantischer Held dieser Geschichte. Es schützt eigene Interessen, bietet Kompromisse an, setzt wirtschaftliche Gegenmassnahmen ein und trägt damit selbst zu höheren Kosten bei. Auch die kanadische Regierung kommuniziert strategisch und stellt ihre Sicht der Verhandlungen öffentlich möglichst überzeugend dar. Aber Kanada tut etwas, das in Europa und in der Schweiz Aufmerksamkeit verdient: Es behandelt ein Abkommen nicht bereits deshalb als Erfolg, weil überhaupt eines zustande kommt. Es fragt nach seinem wirtschaftlichen Gesamtnutzen, seiner Verlässlichkeit und seinen Grenzen. Vielleicht wäre das tatsächlich eine Form kultureller Aneignung, bei der wir etwas weniger empfindlich sein dürften. Wir müssen keine Ahornblätter übernehmen. Auch keine kanadischen Slogans und nicht jede einzelne handelspolitische Massnahme. Aber die Bereitschaft, sorgfältig zu verhandeln, echte Kompromisse anzubieten und trotzdem an einem bestimmten Punkt Nein zu sagen – die dürfen wir uns ruhig abschauen. Denn die entscheidende Frage lautet möglicherweise nicht nur, ob wir uns Widerstand leisten können.Sondern auch, welche Kosten entstehen, wenn wir uns ihn nie leisten.Wie beurteilt ihr die kanadische Haltung: kalkuliertes Rückgrat oder wirtschaftlich riskante Symbolpolitik?
Faktencheck und Quellen
Stand: 2. September 2026. Die Zoll- und Verhandlungslage entwickelt sich laufend. Aussagen zu den zuletzt von den USA verlangten Konzessionen beruhen mangels öffentlich zugänglicher Verhandlungsdokumente auf der ausdrücklich gekennzeichneten Darstellung der kanadischen Regierung. Kanada: Regierung und Behörden Erklärung von Premierminister Mark Carney zum Abbruch der Verhandlungen, zu den kanadischen Angeboten und den definierten Grenzen: pm.gc.ca Statistics Canada: Anteil der USA an den kanadischen Warenexporten 2024 und 2025: statcan.gc.ca Kanadische Regierung: Umfang und Struktur der Beziehungen zwischen Kanada und den USA: international.gc.ca Bank of Canada: Auswirkungen der US-Handelsbeschränkungen auf kanadische Branchen: bankofcanada.ca Kanadische Regierung: vollständige Liste der US-Waren, die ab 8. September 2026 kanadischen Gegenzöllen unterliegen: canada.ca USA: Regierung, Behörden und Gericht Weisses Haus: Begründung und Umfang der Section-338-Zölle gegen ausgewählte kanadische Waren: whitehouse.gov Weisses Haus: Proklamation vom 18. August 2026 zur dreitägigen Verschiebung des Inkrafttretens der Section-338-Zölle (19. auf 22. August 2026): whitehouse.gov U.S. Census Bureau: Bedeutung Kanadas im amerikanischen Warenhandel 2026: census.gov U.S. Energy Information Administration: Energiehandel zwischen Kanada und den USA 2025: eia.gov U.S. Energy Information Administration: Kanada als wichtigste Quelle amerikanischer Rohölimporte: eia.gov U.S. Supreme Court: Urteil vom 20. Februar 2026 zur fehlenden Zollermächtigung unter IEEPA: supremecourt.gov Weisses Haus: Beendigung der IEEPA-Zölle und ausdrücklicher Fortbestand anderer Instrumente: whitehouse.gov Weisses Haus: zeitlich begrenzter Importzuschlag nach Section 122: whitehouse.gov USTR: neue Section-301-Massnahmen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit: ustr.gov Schweiz und der 15-Prozent-Plafond Douana: Einordnung der Entwicklung von IEEPA über Section 122 zu Section 301 sowie des 15-Prozent-Plafonds: Zum Artikel SECO: aktueller Stand der schweizerisch-amerikanischen Handelsbeziehungen und US-Zölle: seco.admin.ch Weisses Haus: Joint Statement vom November 2025 zum Rahmen für ein Abkommen mit der Schweiz und Liechtenstein: whitehouse.gov Öffentliche Meinung und „Brand America" Angus Reid Institute: Reaktion der kanadischen Bevölkerung auf den Abbruch der Verhandlungen: angusreid.org Pew Research Center: internationale Wahrnehmung der USA und ihrer Verlässlichkeit 2026: pewresearch.org Brand Finance: Global Soft Power Index 2026: brandfinance.com☕ Gefällt dir Douana?
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