Digitaler Produktepass EU Vorlage, Formular

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Die Europäische Kommission hat ihr offizielles Informationsportal zum Digitalen Produktpass (DPP) aufgeschaltet. Für Schweizer Unternehmen, die Waren in den EU-Raum exportieren, ist das ein Signal: Die Umsetzung schreitet konkret voran.

Was das Portal zeigt

Unter single-market-economy.ec.europa.eu bündelt die Kommission Rechtsgrundlagen, FAQs, Zeitpläne und technische Spezifikationen rund um den DPP. Das Portal richtet sich an Unternehmen, Behörden und IT-Dienstleister — und macht deutlich, dass die EU die Umsetzungsphase aktiv steuert.

Stand der Einführung

Rechtliche Basis ist die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR, VO (EU) 2024/1781). Der DPP selbst tritt nicht für alle Produkte auf einmal in Kraft — er wird Schritt für Schritt über produktspezifische Delegierte Rechtsakte eingeführt. Bereits verbindlich ist die DPP-Pflicht für Batterien (Batterieverordnung, VO (EU) 2023/1542): Industriebatterien und Traktionsbatterien ab 2 kWh benötigen ab Februar 2027 einen vollständigen digitalen Produktpass. Für weitere Produktgruppen — darunter Textilien, Stahl, Elektronik und Möbel — laufen die Vorarbeiten im Rahmen des ersten ESPR-Arbeitsplans.

Was das für Schweizer Exporteure bedeutet

Wer Produkte in die EU liefert, ist betroffen, sobald ein Delegierter Rechtsakt für seine Produktkategorie in Kraft tritt. Konkret: Das Produkt muss einen maschinenlesbaren Datenträger (QR-Code, RFID o. ä.) tragen, über den ein strukturierter digitaler Datensatz abrufbar ist — mit Angaben zu Materialien, Umweltwirkungen, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit. Diese Informationen müssen entlang der Lieferkette verfügbar sein. Schweizer Unternehmen sind nicht im EU-Binnenmarkt, aber das ändert an der Produktpflicht nichts: Wer Waren in die EU einführt oder dort vermarktet, muss die gleichen Anforderungen erfüllen wie EU-Hersteller.

Jetzt den Überblick behalten

Wer noch nicht abgeklärt hat, ob und wann der eigene Produktbereich betroffen ist, sollte das jetzt nachholen. Einen vollständigen Einstieg — von der ESPR-Struktur über den Aufbau des Datenpasses bis zu den ersten Delegierten Rechtsakten — bietet unser Hintergrundartikel: Der Digitale Produktpass der EU — DPP erklärt für Schweizer Exporteure. Eingebettet ist das Thema in den Wissens-Hub EU Green Deal und Nachhaltigkeit, der alle relevanten EU-Nachhaltigkeitsvorschriften für den Aussenhandel bündelt.

Quelle: Europäische Kommission, Digital Product Passport — Single Market Economy; Ecodesign for Sustainable Products Regulation (EU) 2024/1781; Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Stand: Juli 2026.

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